Garmin Cirqa vs. Fitbit Air: Welches ist besser?

Garmin Cirqa ist ein Wearable ohne Display, das von Garmin als Konkurrenzprodukt zu Geräten wie dem Fitbit Air von Google, dem Amazfit Helio Strap und dem Whoop-Armband entwickelt wurde. Dieser Artikel vergleicht Garmin Cirqa und Fitbit Air im Detail und beleuchtet Hardware-Spezifikationen, Design und Tragekomfort, Sensorgenauigkeit, Softwarefunktionen, Preisgestaltung und Erfahrungsberichte von Nutzern.

Fitbit Air wurde am 26. Mai 2026 (angekündigt am 7. Mai) eingeführt, Garmin Cirqa folgte am 24. Juli 2026 (angekündigt am 21. Juli). Beide sind für die kontinuierliche, ablenkungsfreie Gesundheits- und Fitnessüberwachung ohne Display konzipiert und nutzen Begleit-Apps für Daten und Analysen.

Googles Fitbit Air verwendet einen optischen Herzfrequenzsensor, ähnlich dem in früheren Fitbit-Mittelklassemodellen wie dem Charge 6. Die Garmin Cirqa nutzt den optischen Sensor Elevate Gen 4 (V4), der eine Generation hinter dem neuesten Gen 5 liegt, der in vielen aktuellen Garmin-Uhren verbaut ist. Neuere Hardware liefert, wie unabhängige Tests gezeigt haben, nicht immer bessere Ergebnisse im Alltag.

Garmin CIRQA

Design, Form und Abmessungen

Im direkten Vergleich ist das Fitbit Air deutlich kleiner und leichter als das Garmin Cirqa. Dies ist ein klarer Vorteil für Nutzer, die ein Wearable suchen, das sie praktisch vergessen können, insbesondere beim Schlafen oder bei alltäglichen Aktivitäten.

Fitbit Air: blaue Farbe
Fitbit Air
FunktionGarmin CirqaFitbit Air
Modulabmessungen27 × 47 × 9 mm 34.9 × 17 × 8.3 mm
Gewicht (mit Band)~20.7 g (S/M) / 21.2 g (L/XL)12 g
Modulgewicht14.8 g5.2 g
Wasserdichtigkeit5 ATM (50 m)5 ATM (50 m)
SteuerelementePhysischer Seitenknopf + Vibration + LEDVibration + LED
BandoptionenHandgelenke in den Größen S/M und L/XL; optionale OberarmbänderEinheitsgröße, verstellbar (Handgelenk 130–210 mm)

Garmin Cirqa verfügt über eine programmierbare Seitentaste, mit der Sie ein bevorzugtes Training starten, einen Alarm ausschalten oder andere Schnellaktionen durchführen können, ohne Ihr Smartphone herauszuholen. Fitbit Air setzt primär auf die automatische Trainingserkennung oder das Starten von Trainingseinheiten über die App.

Welches ist bequemer?

Fitbit Air punktet beim Tragekomfort. Dank seines winzigen, flachen Profils lässt es sich problemlos rund um die Uhr tragen, ohne dass man es bemerkt. Garmin Cirqa wirkt am Handgelenk etwas klobiger; manche Nutzer mit schmaleren Handgelenken bemängeln, dass das längere Modul und die Bandanstöße hervorstehen oder sich eher wie eine Uhr anfühlen. Cirqa funktioniert besser, wenn es am Oberarm getragen wird (kompatible Armbänder sind separat erhältlich), was viele bevorzugen, da es bei intensiverem Training präzisere Messungen ermöglicht und auch im Schlaf angenehmer ist.

Beide Uhren verwenden weiche Stoff- oder Textilarmbänder, die für den ganztägigen und nächtlichen Tragekomfort konzipiert sind. Cirqa bietet zwei Handgelenkgrößen sowie verschiedene Armlängen an; Fitbit Air verwendet eine einzige verstellbare Armbandserie mit schnell austauschbaren Modellen.

Genauigkeit und Tracking-Leistung der Herzfrequenzmessung

Unabhängige Tests, unter anderem von Rezensenten wie The Quantified Scientist, zeigen, dass Fitbit Air trotz seines ausgereifteren Sensordesigns eine überraschend hohe Genauigkeit bei der Herzfrequenzmessung aufweist.

In verschiedenen Trainingsszenarien – insbesondere beim Indoor-Cycling mit Handgelenksunterstützung, Laufen und Gewichtheben – erreichte oder übertraf Fitbit Air in Bezug auf Brustgurt-Referenzwerte häufig die Leistung von Cirqa. Beide Geräte verbessern sich deutlich, wenn sie am Bizeps getragen werden.

Die Garmin Cirqa ist alles andere als schlecht und profitiert vom umfassenden Garmin-Ökosystem. Besitzer einer bestehenden Garmin-Uhr können die Cirqa für die Erholungsaufzeichnung tagsüber und nachts nutzen und anschließend für präzise Trainingseinheiten auf eine Uhr oder einen Brustgurt wechseln. Die Cirqa unterstützt über 80 Aktivitätsprofile mit einer Kombination aus automatischer Erkennung und manuellem Start per Knopfdruck.

Fitbit Air konzentriert sich auf die automatische Kernerkennung und die App-basierte Protokollierung mit starken Benachrichtigungen bei unregelmäßigem Herzrhythmus (AFib), die Cirqa derzeit noch nicht bietet.

Die Schlafüberwachung ist bei beiden Geräten zuverlässig und erfasst Schlafphasen, Schlafdauer sowie zugehörige Messwerte wie Herzfrequenzvariabilität (HRV) und Hauttemperaturschwankungen. Eine EEG-Präzision auf Laborniveau ist für optische Geräte am Handgelenk oder Arm nach wie vor schwer zu erreichen, daher schneiden beide in diesem Bereich eher „gut“ als perfekt ab.

Garmin ergänzt dies um spezielle Messwerte wie Body Battery, Trainingsbereitschaft und VO2-Max-Schätzungen; Fitbit/Google Health legt den Schwerpunkt auf Bereitschaftswerte, kardiovaskuläre Belastung und KI-gestützte Erkenntnisse.

Beide Geräte verfügen nicht über ein integriertes GPS, sondern nutzen das GPS eines gekoppelten Smartphones. Die Akkulaufzeit des Cirqa liegt mit bis zu 10 Tagen gegenüber den bis zu 7 Tagen des Fitbit Air deutlich vorn. Das Fitbit Air bietet eine praktische Schnellladefunktion (ca. ein Tag Nutzung nach nur 5 Minuten Ladezeit); eine vollständige Ladung dauert bei beiden Geräten etwa 90 Minuten.

Garmin Cirqa vs. Fitbit Air: Preise und Abonnements

Der Preis ist einer der deutlichsten Unterschiede. Die Garmin Cirqa kostet 199.99 US-Dollar, während die Fitbit Air ab 99.99 US-Dollar erhältlich ist. Beide funktionieren ohne Abonnement und sind mit Android und iOS kompatibel.

  • Fitbit Air ist mit der Google Health App kompatibel. Die wichtigsten Messwerte (Herzfrequenz, Schlaf, Schritte, SpO2, Basis-Fitness) sind kostenlos. Google Health Premium (ca. 9.99 €/Monat oder 99 €/Jahr) bietet umfassendere KI-Analysen, individuelle Trainingspläne und proaktive Einblicke. Neue Geräte beinhalten oft eine kurze Premium-Testphase.
  • Garmin Cirqa nutzt die Garmin Connect App. Die meisten erweiterten Trainings- und Erholungsmetriken sind kostenlos verfügbar. Garmin Connect+ (ca. 6.99 €/Monat oder 69.99 €/Jahr) bietet zusätzliche Funktionen wie KI-Coaching, Ernährungstracking und bestimmte Live- oder erweiterte Ansichten. Beachten Sie, dass die Live-Herzfrequenzanzeige auf dem Smartphone während mancher Trainingseinheiten je nach Konfiguration Connect+ erfordern kann.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren verringert sich die Gesamtkostendifferenz, wenn man beide Premium-Tarife abonniert, aber Fitbit Air bleibt die günstigere Einstiegsoption für Nutzer, die beim kostenlosen Tarif bleiben.

Welches Gerät sollten Sie letztendlich kaufen?

Wählen Sie Garmin Cirqa, wenn Sie bereits Garmin-Uhren oder Garmin Connect nutzen, ein größeres Handgelenk haben (oder die Uhr am Oberarm tragen möchten), detailliertere Trainingsdaten ohne obligatorisches Abonnement wünschen, einen physischen Knopf bevorzugen und Wert auf eine längere Akkulaufzeit legen. Der höhere Preis bietet eine stärkere Integration in das Garmin-Ökosystem sowie Regenerationsfunktionen, die speziell für ambitionierte Sportler entwickelt wurden.

Entscheiden Sie sich für Fitbit Air, wenn Sie den kleinsten, leichtesten, komfortabelsten und günstigsten Tracker ohne Display mit zuverlässiger Herzfrequenzmessung, Vorhofflimmer-Warnung und solider Gesundheitsüberwachung im Alltag suchen. Er ist die bessere Wahl für die meisten Gelegenheitsnutzer, alle, die Wert auf diskretes Tragen den ganzen Tag legen, oder alle, die nicht an das Garmin-Ökosystem gebunden sind.

Im Vergleich zwischen Garmin Cirqa und Fitbit Air punktet Fitbit Air im Allgemeinen mit Preis-Leistungs-Verhältnis, Größe und Tragekomfort, während Cirqa bei Garmin-Nutzern in puncto Trainingsumfang und Akkulaufzeit die Nase vorn hat.

Beide bieten eine zuverlässige, bildschirmlose Tracking-Funktion; die richtige Wahl hängt hauptsächlich von Ihren vorhandenen Geräten, Ihrer bevorzugten Handgelenkgröße und davon ab, wie viel Wert Sie auf erweiterte Messgrößen im Vergleich zu den Anschaffungskosten und der Diskretion legen.